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Ausstellungen im Hans-Thoma-Kunstmuseum

Heidi Nübling

NaturEnergie-Förderpreis 2022 an Heidi Nübling


Die Ausstellung der Preisträgerin mit dem Titel “Himmel, Land und Meer“ wird bis zum 13. November zu sehen sein.
Edmund Martin von der Energiedienst Holding AG (Rheinfelden) wird den Preis überreichen. Die Laudatio auf die Künstlerin hält der Waldshuter Literaturwissenschaftler und Kunstvermittler Jürgen Glocker.
Heidi Nübling beschäftigt sich hauptsächlich mit den Techniken Ölmalerei und Zeichnung. Daneben arbeitet sie schon lange an einer Serie von „Life-Pictures“, kleinen Ölbildern auf übermalten Polaroid-Fotos. Außerdem entstanden Studien zu Himmel und Wasser. Die Künstlerin sagt: „Durch Reisen in den Norden und ein Sommeratelier in Dänemark sind die Landschaften oft nordisch geprägt. Wichtig ist mir dabei, Stimmungen einzufangen und eine lebendige, ausdrucksstarke Malerei zu schaffen.“
Heidi Nübling wurde in Grenzach-Wyhlen (Baden) geboren und lebt in Bad Hersfeld als freischaffende Künstlerin. Bei dem Hans-Thoma-Preisträger Jürgen Brodwolf, bei Rolf Zimmermann und Bernd Berner studierte sie an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim und machte dort ihr Diplom im Fach Grafik-Design. Heidi Nübling ist Mitglied im Bund Bildender Künstler Kassel und im KasselerKunstVerein. Die Künstlerin hatte in der Vergangenheit bereits zahlreiche Einzelausstellungen, u. a. in der Promenadigalleria (Finnland), im Städtischen Museum Baumhaus Wismar, im Museum Salmegg Rheinfelden (Baden) (zusammen mit Rolf Zimmermann), in Fulda und in Lund (Schweden).
 
Karl Hauptmann
Aus Anlass von Karl Hauptmanns 75. Todestag:
Gedenkausstellung im Hans-Thoma-Kunstmuseum


Von Jürgen Glocker

Es war Hans Thoma, der die Landschaften, Häuser und Interieurs des Schwarzwalds bildwürdig machte. Zwar blieb er nicht beim Schwarzwald stehen, sondern erschloss sich im Lauf seines langen Lebens eine vielseitige Bildwelt, zu der beispielsweise, neben italienischen Landschaften, Portraits und Stillleben, auch zahlreiche christliche und mythologische Motive zählen. Aber stilbildend war für ihn die Landschaft seiner Kindheit und Jugend, war der Schwarzwald und seine realistische, alles andere als biedere Ästhetik, mit der er gegen die Kunstauffassung der zeitgenössischen Salonmalerei anrannte. Die Maler, die sich später auf den Spuren Hans Thomas der Schwarzwaldmalerei widmeten, konnten sich gewissermaßen auf gut gebahnten Wegen bewegen. Denn der Schwarzwald stand im Zeitalter der Verstädterung und der zunehmenden Industrialisierung als eine Sehnsuchtslandschaft hoch im Kurs. Zu diesen Künstlern zählte, neben Gustav Schönlebers Meisterschülern Karl Biese und Hermann Dischler sowie Julius Heffner, auch Karl Hauptmann. Aus Anlass von Hauptmanns 75. Todestag zeigt das Hans-Thoma-Kunstmuseum in der kleinen, feinen Hauptmann-Abteilung eine erweiterte Gedenkausstellung mit zusätzlichen Bildern, die vom 7. April bis zum 13. November 2022 zu sehen ist.

Ein Schwarzwald-Liebhaber

Hauptmann wurde am 24. April 1880 in Freiburg geboren. Nach seiner Zeit als Soldat im 1. Weltkrieg zog er sich in den Schwarzwald zurück, wo er bereits im Jahr 1913 das am Abhang des Herzogenhorns gelegene „Molerhüsli“ erworben hatte. Es war ihm Wohnhaus und Atelier in einem. Und es wurde im Lauf der Zeit auch zu einem Treffpunkt. Und das galt ganz sicher nicht nur an den Wintersonntagen für die Bergretter aus Todtnau, die bei Karl Hauptmann ihre Sanitätsstelle aufschlugen. Hauptmann beschäftigte sich nicht nur beruflich mit der Landschaft des Schwarzwalds, er lebte mitten in der Natur. Sie war, wie die Kunst, sein Leben. Man muss wohl davon ausgehen, dass eine solche künstlerische Existenzweise in der modernen Welt längst ausgestorben ist. Nach Hauptmanns Tod am 7. April 1947 transportierte ihn die von ihm selbst gegründete Bergwacht auf einem Hornschlitten zu Tale nach Todtnau-Gschwend, wo heute ein Findling am Eingang des Friedhofs an ihn erinnert.

Nahezu dreißig Jahre lang bildete der Schwarzwald Karl Hauptmanns Lebensrahmen und Lebensmittelpunkt. Er malte seine Landschaften, seine Berge, Täler und Höfe zu allen Jahreszeiten und unter den unterschiedlichsten Lichtbedingungen. Ganz egal aber, welches Motiv, welchen Bildausschnitt und welches Licht er wählte, immer sieht man seinen Gemälden an, die nicht zuletzt von Touristen erworben wurden, dass er „seinen“ Schwarzwald liebte und dass er liebend gern in ihm lebte. Ja, er war ein Liebender, er idealisierte den Hochschwarzwald nach allen Regeln der Kunst und bewahrte ihn für sich und für uns als eine nahezu heile Welt. Nach den Gräueln des Weltkriegs waren insbesondere die stillen Winterlandschaften für Hauptmann von besonderer Bedeutung.
 

Das Hans-Thoma-Kunstmuseum

Auf zwei Etagen präsentiert sich das Hans-Thoma-Kunstmuseum im Gebäude des Rathauses in Bernau, Ortsteil Innerlehen (im 2. und 3. Stockwerk). Immer zu sehen sind auf der 1. Etage des Museums die Dauerausstellung mit Werken von Hans Thoma und die kleine Ausstellung des Feldberg-Malers Karl Hauptmann. Die Preisträger oder Sonderausstellungen finden Sie auf der 2. Etage des Museums, die auch wegen ihrer schönen lichten Holzarchitektur eine Augenweide ist.
 

Folgende Ausstellungen sind ständig zu sehen:

Sonderausstellungen:

Vier Mal im Jahr zeigt das Museum Sonderausstellungen. Das können Werkschauen einzelner Künstler oder thematische Ausstellungen sein. Eine der Sonderausstellungen ist jedes Jahr von August bis September entweder dem Preisträger des Hans-Thoma-Kunstpreises oder des Naturenergie-Förderpreises gewidmet.
 
Hans Thoma
Ein Streifzug durch die Bilderwelten von Hans Thoma: Mehr als 50 Gemälde und Grafiken präsentiert das Museum.
Karl Hauptmann
So schön war einst der Schwarzwaldwinter: Beeindruckende Gemälde von Karl Hauptmann

Erweiterte Ausstellung
zum 75. Todestag ab April 2022
Preisträger
Kunst aus Papier, Metall, Holz oder gemalt: Das Hans-Thoma-Museum zeigt seine moderne Seite.
Jahresprogramm
Sonderausstellungen im Hans-Thoma-Kunstmuseum.

NaturEnergie-Förderpreis 2022
Heidi Nübling
14.08.2022 - 13.11.2022