Bernau Hans Thoma Kunstmuseum Gemaelde Hans Thoma Heuernte
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Ausstellungen im Hans-Thoma-Kunstmuseum

Abendstimmung am Schauinsland
Thomas Zipfel - Zwei Seelen in einer Brust


Natur erleben - Sport treiben
Erlebtes zeichnen oder malen

Der Schwarzwälder Thomas Zipfel, einer der legendären „Zipfel-Brüder“ aus der Kirchzartener Skilanglauffamilie, war jahrelang aktiver Leistungssportler. Der Sport bestimmte seinen Rhythmus: Skilanglauf im Winter, Mountainbiken und Rennradfahren im Sommer. Dabei entdeckte er früh seine ruhigere Leidenschaft, das Malen und Zeichnen.

Wie passen Sport und Kunst zusammen?
Beim Sport erfährt man Anspannung und
Leistungsdruck, in der Kunst findet Zipfel Entspannung und Regeneration.
Kunst hat Thomas Zipfel schon immer fasziniert, besonders die Vielfältigkeit der Techniken. So erarbeitete er Aquarelle, Zeichnungen, Illustrationen, Grafiken,
Cartoons und Acrylbilder.

Seit 1980 zeichnet Thomas Zipfel für Zeitungen und Magazine in Deutschland, Norwegen und der Schweiz. Von Thomas Zipfel stammen Cartoons und Karikaturen im Worldcup Skilanglauf und Skispringen.
In der Coronazeit entstanden unzählige Cartoons, in denen Zipfel die Situationen punktgenau karikiert.
Daraus entstanden zwei Bücher: „Maskenfieber“ und „Nadelspitzen“.

In Bernau sind nun neueste Karikaturen zu den Themen Corona und Klimawandel zu sehen.

Daneben entstanden auch viele Landschaftsbilder. Zipfel hält sich viel in der Natur auf, beim Skilanglauf, Wandern oder Radfahren. Diese Aufenthalte liefern Entspannung, Anregungen, können aber auch Ideengeber für Cartoons und Bildmotive sein. Die gezeigten Winterbilder sind Impressionen seiner Skitouren.
 
Hans Brasch, SElbstbildnis (C) HTK
Hans Brasch - Entdeckungen
Wenn wir auf den Hauptwegen unterwegs sind, versperren wir uns die Nebenwege, nehmen wir uns die Chance, Neues im Alten zu finden und Entdeckungen zu machen. Wir sollten uns nicht nur für Klee, Frida Kahlo oder Käthe Kollwitz interessieren, sondern zum Beispiel auch für Hans Brasch, den Meisterschüler von Hans Thoma. 1920 kam er in den Südschwarzwald, um selbst Entdeckungen zu machen. Brasch erschloss sich die unberührte Landschaft und die Fernsicht auf die Schweizer Alpen. Vor allem aber entdeckte er die Möglichkeiten, die ihm die Aquarellmalerei bot. In der Ausstellung im Hans-Thoma-Kunstmuseum, die auf dem Bernauer Brasch-Nachlass basiert, erleben wir einen Künstler, der die realistische Position Hans Thomas zugunsten einer freien Malerei aufgibt und auf einen lebendigen, impulsiven Malduktus setzt. Dabei kommt den Farben große Bedeutung zu. Formen und Farbwahl vermitteln uns ein genaues Bild des Künstlers und seiner Zeit: eine echte Entdeckung.

Dr. Jürgen Glocker
 
Marcel van Eeden (c) Kunsthalle Karlsruhe
Land ehrt Marcel van Eeden mit Hans-Thoma-Preis 2023
Rektor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

Kunststaatssekretär Arne Braun: „Marcel van Eeden ist ein Aus-nahmekünstler von internationaler Strahlkraft“
Preisverleihung mit Ausstellungseröffnung am 13. August 2023 in der Hans-Thoma-Stadt Bernau im Schwarzwald

Der mit 25.000 Euro dotierte Hans-Thoma-Preis 2023 des Landes Baden-Würt-temberg geht an den international renommierten Zeichner Marcel van Eeden (56). Der Rektor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe erhält den Staatspreis des Landes für Bildende Kunst am 13. August 2023 in der Hans-Thoma-Stadt Bernau im Schwarzwald. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe orga-nisiert zum Anlass der Preisverleihung im Auftrag des Ministeriums für Wissen-schaft, Forschung und Kunst eine Ausstellung mit Werken des Künstlers im Hans-Thoma-Kunstmuseum in Bernau.
Kunststaatssekretär Arne Braun sagte: „Erstmals hat die Jury den Begriff der ‚Landeskinder‘ erweitert und den Hans-Thoma-Preis einem niederländischen Künstler zuerkannt, der sich im besten Sinne grenzüberschreitend für die zeitge-nössische Kunst und den künstlerischen Nachwuchs in Baden-Württemberg ein-setzt. Ich freue mich sehr, unseren wichtigsten Preis für Bildende Kunst diesem Ausnahmekünstler mit internationaler Strahlkraft verleihen zu können.“

Die Ausstellung wird "1898" heißen in Anlehnung an die Reise von Hans Thoma im Jahre 1898 nach Hollend. Es werden hierzu extra Werke entstehen.
 
Karl Hauptmann
Aus Anlass von Karl Hauptmanns 75. Todestag:
Gedenkausstellung im Hans-Thoma-Kunstmuseum


Von Jürgen Glocker

Es war Hans Thoma, der die Landschaften, Häuser und Interieurs des Schwarzwalds bildwürdig machte. Zwar blieb er nicht beim Schwarzwald stehen, sondern erschloss sich im Lauf seines langen Lebens eine vielseitige Bildwelt, zu der beispielsweise, neben italienischen Landschaften, Portraits und Stillleben, auch zahlreiche christliche und mythologische Motive zählen. Aber stilbildend war für ihn die Landschaft seiner Kindheit und Jugend, war der Schwarzwald und seine realistische, alles andere als biedere Ästhetik, mit der er gegen die Kunstauffassung der zeitgenössischen Salonmalerei anrannte. Die Maler, die sich später auf den Spuren Hans Thomas der Schwarzwaldmalerei widmeten, konnten sich gewissermaßen auf gut gebahnten Wegen bewegen. Denn der Schwarzwald stand im Zeitalter der Verstädterung und der zunehmenden Industrialisierung als eine Sehnsuchtslandschaft hoch im Kurs. Zu diesen Künstlern zählte, neben Gustav Schönlebers Meisterschülern Karl Biese und Hermann Dischler sowie Julius Heffner, auch Karl Hauptmann. Aus Anlass von Hauptmanns 75. Todestag zeigt das Hans-Thoma-Kunstmuseum in der kleinen, feinen Hauptmann-Abteilung eine erweiterte Gedenkausstellung mit zusätzlichen Bildern, die vom 7. April bis zum 13. November 2022 zu sehen ist.

Ein Schwarzwald-Liebhaber

Hauptmann wurde am 24. April 1880 in Freiburg geboren. Nach seiner Zeit als Soldat im 1. Weltkrieg zog er sich in den Schwarzwald zurück, wo er bereits im Jahr 1913 das am Abhang des Herzogenhorns gelegene „Molerhüsli“ erworben hatte. Es war ihm Wohnhaus und Atelier in einem. Und es wurde im Lauf der Zeit auch zu einem Treffpunkt. Und das galt ganz sicher nicht nur an den Wintersonntagen für die Bergretter aus Todtnau, die bei Karl Hauptmann ihre Sanitätsstelle aufschlugen. Hauptmann beschäftigte sich nicht nur beruflich mit der Landschaft des Schwarzwalds, er lebte mitten in der Natur. Sie war, wie die Kunst, sein Leben. Man muss wohl davon ausgehen, dass eine solche künstlerische Existenzweise in der modernen Welt längst ausgestorben ist. Nach Hauptmanns Tod am 7. April 1947 transportierte ihn die von ihm selbst gegründete Bergwacht auf einem Hornschlitten zu Tale nach Todtnau-Gschwend, wo heute ein Findling am Eingang des Friedhofs an ihn erinnert.

Nahezu dreißig Jahre lang bildete der Schwarzwald Karl Hauptmanns Lebensrahmen und Lebensmittelpunkt. Er malte seine Landschaften, seine Berge, Täler und Höfe zu allen Jahreszeiten und unter den unterschiedlichsten Lichtbedingungen. Ganz egal aber, welches Motiv, welchen Bildausschnitt und welches Licht er wählte, immer sieht man seinen Gemälden an, die nicht zuletzt von Touristen erworben wurden, dass er „seinen“ Schwarzwald liebte und dass er liebend gern in ihm lebte. Ja, er war ein Liebender, er idealisierte den Hochschwarzwald nach allen Regeln der Kunst und bewahrte ihn für sich und für uns als eine nahezu heile Welt. Nach den Gräueln des Weltkriegs waren insbesondere die stillen Winterlandschaften für Hauptmann von besonderer Bedeutung.
 

Das Hans-Thoma-Kunstmuseum

Auf zwei Etagen präsentiert sich das Hans-Thoma-Kunstmuseum im Gebäude des Rathauses in Bernau, Ortsteil Innerlehen (im 2. und 3. Stockwerk). Immer zu sehen sind auf der 1. Etage des Museums die Dauerausstellung mit Werken von Hans Thoma und die kleine Ausstellung des Feldberg-Malers Karl Hauptmann. Die Preisträger oder Sonderausstellungen finden Sie auf der 2. Etage des Museums, die auch wegen ihrer schönen lichten Holzarchitektur eine Augenweide ist.
 

Folgende Ausstellungen sind ständig zu sehen:

Sonderausstellungen:

Vier Mal im Jahr zeigt das Museum Sonderausstellungen. Das können Werkschauen einzelner Künstler oder thematische Ausstellungen sein. Eine der Sonderausstellungen ist jedes Jahr von August bis September entweder dem Preisträger des Hans-Thoma-Kunstpreises oder des Naturenergie-Förderpreises gewidmet.
 
Hans Thoma
Ein Streifzug durch die Bilderwelten von Hans Thoma: Mehr als 50 Gemälde und Grafiken präsentiert das Museum.
Karl Hauptmann
So schön war einst der Schwarzwaldwinter: Beeindruckende Gemälde von Karl Hauptmann

Erweiterte Ausstellung
zum 75. Todestag ab April 2022
Preisträger
Kunst aus Papier, Metall, Holz oder gemalt: Das Hans-Thoma-Museum zeigt seine moderne Seite.
Jahresprogramm
Sonderausstellungen im Hans-Thoma-Kunstmuseum.

Zwei Seelen in einer Brust
Thomas Zipfel
Maler und Cartoonist
18.12.2022 - 05.02.2023

Entdeckungen
Hans Brasch
12.02.2023 - 23.04.2023

Irma und die Frauen der Männer
Irma Grabhorn, Cella Thoma, Melitta Schnarrenberger und Gertraud Herzger von Harlessen
07.05.2023 - 30.06.2023

Hans-Thoma-Preis 2023
Marcel van Eeden
13.08.2023 - 15.10.2023