Bernau Hans Thoma Kunstmuseum Gemälde Hans Thoma: Hochzeitszug,
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Jürgen Brodwolf(C) B. Strauss
Jürgen Brodwolf
Wiedersehen in Bernau
Hans-Thoma-Preisträger 1981
27.10.2019 - 19.4.2020
Diese Ausstellung wird unterstützt vor ART regio Kunstförderung

Er ist einer der faszinierendsten und markantesten Künstler unserer Zeit. Im Anschluss an den „Fund“ der Tubenfigur (1959) begann Jürgen Brodwolf ein vielgestaltiges Werk zu schaffen, das sich zwischen den Polen von Leben und Tod entfaltet: plastische Einzelfiguren, Objektkästen, eine umfangreiche Figurentypologie, große Installationen – und das alles begleitet vom Generalbass eines reichen zeichnerischen und graphischen Oeuvres. Vielfach ausgezeichnet, erhielt der Künstler bereits 1981 auch den Hans-Thoma-Preis. Von 1982 bis 1994 hatte Brodwolf eine Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart inne. – Neben skulpturalen Werken macht die große Bernauer Ausstellung u.a. Brodwolfs Figurentypologie III (1984 – 1992) und seine Glasbücher zu Hebels Gedicht Die Vergänglichkeit zugänglich. Dank des Archivs der Zeichnungen II besitzt die Präsentation retrospektiven Charakter. Zugleich sind neueste Zeichnungen aus einem Zyklus zur Landschaft des Tessins (2018) zu sehen.

Jürgen Glocker
 
Thomas Putze (C) Thomas Putze
Thomas Putze

„Flattermann“
Skulptur, Zeichnung und Performance

Thomas Putze breitet mit seinem vielseitigen, bildhauerischen und zeichnerischen Oeuvre die künstlerischen Schwingen aus, indem er dieses mit orts- und raumbezogenen Performances erweitert, hinterfragt und neu denkt. Der für seine ungewöhnlichen, Kraft- und Nerven aufreibenden Performances bekannte Künstler, entführt den Betrachter mit seinen Skulpturen und Zeichnungen in eine animalische Welt, die allzu menschlich ist. Selbsterkenntnis und Reflexion durchaus erwünscht und möglich. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Werner Pokorny und Micha Ullman. In seine Holzskulpturen vereint mit Schrott und Fundstücken, erzielt er eine spontane, gestische und narrative Qualität von tief – manchmal auch abgründigem Humor.
 
Baumstück 2014 (c) H. Weitbrecht
NaturEnergie-Förderpreis 2020 geht an Hannelore Weitbrecht
ZEIT DER NATUR

Der Preis, der am Hans-Thoma-Tag 2020 verliehen wird, geht an die in Waldshut geborene Künstlerin Hannelore Weitbrecht. Verbunden mit dem NaturEnergie-Förderpreis ist eine Ausstellung im Kunstmuseum.

Seit dem Abschluss ihres Studiums ist Hannelore Weitbrecht als freie Künstlerin tätig, und seit 1993 erarbeitet sie Papierobjekte und Rauminstallationen. Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. So hatte sie 2015 ein achtmonatiges Atelierstipendium in der Stiftung Bartels Fondation (Basel) inne. Werke von Hannelore Weitbrecht befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland, China, Italien und der Schweiz. Ihre Arbeiten hat die Künstlerin bereits in ungezählten Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, so etwa im Jahr 2006 im Hans-Thoma-Kunstmuseum, aber auch in Krems (Österreich), im Württembergischen Kunstverein Stuttgart und in der Kunsthalle Kammgarn Schaffhausen. Hannelore Weitbrecht lebt und arbeitet in Kirchheim unter Teck.