Bernau Hans-Thoma-Kunstmuseum Gemaelde Hans Thoma Blick nach St. Blasien 1871.jpg
X






x
Kurt Bildstein
Kurt Bildstein
Hans-Thoma-Preisträger 1951
Lebenslinien - Retrospektive zum 90. Geburtstag

22.10.2017 - 18.2.2018

Kurt Bildstein war 23 Jahre alt, als er am Ende seines zweiten Semesters an der Kunstakademie Freiburg, zusammen mit dem Maler Josef Hauser (1908 – 1986), mit dem Hans-Thoma-Preis ausgezeichnet wurde. Mit dieser Preisverleihung sollte dem „außerordentlich begabten Künstler die Möglichkeit gegeben werden, sein Studium zu beenden“ (so der damalige badische Ministerpräsident Leo Wohlleb in seiner Laudatio am dritten Hans-Thoma-Tag 1951). Diese Hoffnung konnte nicht erfüllt werden. In der wirtschaftlich schwierigen Nachkriegszeit brach Kurt Bildstein nach weiteren ein bis zwei Semestern sein Studium ab. Er gründete eine Familie und baute in Ettenheim, seiner Heimatstadt, einen sehr erfolgreichen Betrieb auf, in dem er sich auf Dekorationsmalerei, Lasurtechnik, Stuck, Vergoldung und Restaurierung spezialisierte. Doch sobald sein Sohn 1986 bereit war, den Betrieb zu übernehmen, kehrte Kurt Bildstein zur Malerei zurück. Auch heute noch arbeitet er nahezu täglich in seinem Atelier. Im kommenden Jahr wird Kurt Bildstein 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass widmet das Hans-Thoma-Museum ihm, einem der ersten und insgesamt jüngsten Hans-Thoma-Preisträger, eine Retrospektive. Gezeigt werden frühe Studienarbeiten, aber auch Einblicke in das breite Spektrum seiner späteren künstlerischen Arbeit. In seiner Malerei ging Kurt Bildstein immer von der Landschaft und dem Stillleben aus und entwickelte sich von dort aus ins Figürliche und Abstrakte. Schwerpunkte seines Werkes sind deshalb Landschaften (darunter auch Bernauer Ansichten) und Stillleben, in Aquarell, Acryl oder Öl vor den Motiven gemalt, aber auch Arbeiten, in denen er mit ungewohnten Techniken, Strukturen und Materialien experimentierte, z.B. mit Sand, Kaffeeresten, Rost, Lack, Stuck und Steinen. Zwei weitere Schwerpunkte dieser Ausstellung sind aquarellierte Selbstportraits, die als „Fingerübung“ und Selbstvergewisserung über die Jahrzehnte hinweg entstanden sind, sowie farbstarke abstrakte Gemälde in Acryl und Öl.

Julia Dold M.A.
 
Zwischen Höll und Himmel
4. März 2018 bis 1. Mai 2018
Fünf bildende Künstler vom Dachsberg präsentieren die heuteige Kulturlandschaft dort:
Roswitha Herrmann, Malerei
Conrad Schierenberg, Malerei und Literatur
Mechthild Ehmann, Bildhauerei
Peter Schütz, Malerei
Janina Büchele, Bildhauerei
 
Blick über die Höll
Babberger und die Höll
Ausstellung mit Bildern von August Babberger und seinen Künstlerkollegen von der Höll Gudden, Hoffmann und Brasch von Urberg
August Babberger zählt zu den bedeutenden Vertretern des Expressionismus im deutschen Südwesten und in der Innerschweiz. 1885 in Hausen im Wiesental bei Lörrach geboren und 1936 in Altdorf gestorben, gehörte er zu Lebzeiten zu den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten der Klassischen Moderne – heute ist er jedoch fast in Vergessenheit geraten.
1921 erwirbt August Babberger das Gebäude „Tirol“ in dem Dachsberger Ortsteil Höll.
Nun war die Künstlerkolonie „Höll“ beisammen. In Gudden, Hoffamnn und Brasch findet Babberger geistesverwandte, eigenwillige Künstlernaturen, die wie er eine ausgeprägte Neigung zum Aufsuchen vorzivilisatorischer, unberührter und urwüchsiger Landschaftsräume sowie zum bewussten Absondern von der Betriebsamkeit der städtischen Kunstzentren aufweisen.
 
Schaukammer, 2016, Eva Früh
NaturEnergie-Förderpreis 2018
Verleihung am 70. Hans -Thoma-Fest am 12.8.2018
an Eva Früh - Zeichnungen