Bernau Hans Thoma Kunstmuseum Gemälde Hans Thoma: Hochzeitszug,
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Hans Brasch, Blick vom Dachsberg in die Alpen
sobald wir wieder geöffnet haben:
WIR SIND DIE NEUEN!


Bedingt durch die Corona-Pandemie ruht derzeit das Kulturleben auch in der Region. Doch hinter den geschlossenen Türen des Hans-Thoma-Museums geht die Arbeit unvermindert weiter (wir berichteten). In Abänderung des ursprünglich geplanten Bernauer Ausstellungsprogramms soll, sobald dies möglich ist, unter dem Titel „Wir sind die Neuen“ ein Teil jener Werke in einer Präsentation öffentlich zugänglich gemacht werden, die in den letzten fünf Jahren dem Haus übereignet wurden. Museumsleiterin Margret Köpfer sagte, das Haus wolle und müsse flexibel auf die Corona-Epidemie reagieren. Die Ausstellung mit dem renommierten Künstler Thomas Putze werde in das Jahr 2021 verschoben. An ihrer Stelle würden, „sobald das wieder geht, unbekannte Schätze aus unserem Magazin gezeigt“.

Im Vorgriff darauf werden in den nächsten Wochen an dieser Stelle im Rahmen einer kleinen Artikelserie bereits einige Bilder aus dem Bereich der Schenkungen und Ankäufe vorgestellt, die der Öffentlichkeit noch nicht bekannt sind. Den Anfang macht heute der Maler Hans Brasch mit seinem Aquarell „Urberg“. Dankenswerterweise hat Inge Waldschmidt Braschs künstlerischen Nachlass dem Förderverein der Bernauer Museen als Schenkung übereignet. Das Nachlasskonvolut umfasst mehrere hundert Werke, darunter Ölarbeiten und zahlreiche Aquarelle. Frau Waldschmidt sagte, sie habe das Brasch-Erbe nach Bernau gegeben, weil sie wisse, wie engagiert und sorgfältig im Hans-Thoma-Kunstmuseum gearbeitet werde.

Rückkehr in die Wahlheimat

Brasch ist im Südschwarzwald alles Andere als ein Fremder. Vor einigen Jahre zeigte das Kreismuseum St. Blasien eine erfolgreiche Einzelausstellung mit Arbeiten von Hans Brasch. Vom 13. Mai bis zum 29. Juli 2018 war dann die große Schau „August Babberger und die Höll“ in Bernau zu sehen, mit der das Thoma-Museum die Reihe der Präsentationen zur südwestdeutschen Klassischen Moderne fortsetzte. Im Rahmen dieser Ausstellung, die von 3000 Kunstbegeisterten besucht wurde, waren auch etliche Werke von Hans Brasch zu sehen. Zusammen mit den Malerkollegen Rudolf Gudden, Robert Hoffmann und August Babberger gehörte Brasch über Jahre hinweg der Künstlerkolonie „Höll“ auf dem Dachsberg an. Der Südschwarzwald war für längere Zeit Braschs Wahlheimat. Sein Wohnhaus stand in Außerurberg und brannte im Jahr 1939 ab.

Dr. Jürgen Glocker

Geboren wurde der Künstler 1882 in Karlsruhe. Im Anschluss an eine Ausbildung im väterlichen Dekorations- und Malergeschäft und an der Kunstgewerbeschule nahm Brasch das Studium an der Kunstakademie Karlsruhe auf. Nach mehreren Semestern bei bedeutenden Lehrern konnte Hans Brasch vier Jahre lang auch noch als Meisterschüler Hans Thomas studieren. Der Briefwechsel mit dem großen Maler zeugt von der Aufmerksamkeit, die Thoma Hans Brasch entgegenbrachte. Ein längerer Parisaufenthalt und eine kurze, aber intensive Zusammenarbeit mit Ferdinand Hodler bildeten den Abschluss von Braschs Studium. Er lebte und arbeitete dann in Mannheim, am Bodensee und ab 1913 in Frankfurt am Main, wo er wie Babberger und Gudden im Haus Lichtenstein sein Atelier hatte.

Nach dem 1. Weltkrieg wurden für Brasch sowohl Goethes Farbenlehre als auch die Anthroposophie und das Studium der Natur auf dem Dachsberg wichtig. Damit gewann die Aquarellmalerei für ihn mehr und mehr an Bedeutung. Insbesondere nach seiner Übersiedlung nach Stuttgart im Jahr 1930 entstanden jedoch auch zahlreiche große Wandgemälde und Glasfenster in öffentlichen Gebäuden. Neben seiner künstlerischen Arbeit, mit der er einen wesentlichen Beitrag zur Klassischen Moderne leistete, war Hans Brasch von 1949 bis 1969 im Verwaltungsrat des Württembergischen Kunstvereins tätig. Außerdem war er langjähriger Vorsitzender des Verbands bildender Künstler Württemberg. Er starb im Alter von 91 Jahren in Murrhardt.

Urberg

Braschs Meisterschaft belegt u. a. das noch nicht restaurierte und nicht datierte Werk „Urberg“ (31 x 46 cm, Aquarell auf Papier). Es zeigt einen Blick von den Höhen des Dachsbergs nach Süden. Die Farbabstufungen reichen von Ockergelb und sattem Wiesengrün über Blaugrün und mehrere andere Blaustufen bis zum Gletscherweiß und zum zarten Himmelsblau. Das Bild öffnet den Raum, es zieht unser Auge hinab ins Tal und wieder hinauf zu den sich aus dem Dunst erhebenden höchsten Alpengipfeln. Braschs Bild erzeugt eine Harmonie, die sich die Kunst von heute kaum noch gestattet.
Fritz Nehmert, Laufenburg
WIR SIND DIE NEUEN

Vorfreude soll ja bekanntlich die schönste Freude sein. Wir wollen mit einer kleinen Reihe Appetit machen auf eine Bernauer Ausstellung, die stattfinden soll, sobald das, trotz Corona-Epidemie, wieder möglich ist.

Das Hans-Thoma-Kunstmuseum in Bernau pflegt längst nicht nur das vielgestaltige Werk seines Namensgebers, sondern sammelt und präsentiert, nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Hans-Thoma-Staatspreis des Landes Baden-Württemberg, Werke von wichtigen Künstlerinnen und Künstlern der Klassischen Moderne und der Gegenwart. Zugleich ist es dem Museumsteam um Margret Köpfer ein wichtiges Anliegen, auch Maler und Bildhauer in Erinnerung zu halten, die nicht in der ersten Reihe standen oder stehen, beziehungsweise jungen Kunstschaffenden am Anfang ihrer Laufbahn eine öffentliche Plattform zu geben. Hauptsache: Die Qualität stimmt.

So darf es als ein glücklicher Umstand betrachtet werden, dass dem Haus vor kurzem auch ein größerer Werkkomplex von Fritz Nehmert zum Geschenk gemacht wurde, einem Künstler, der der Gemeinde Bernau und der gesamten Region eng verbunden war. Im Rahmen unserer kleinen Serie „Wir sind die Neuen!“ stellen wir heute einen vielseitigen Maler vor, der noch während des Kaiserreichs geboren wurde und viele Jahre im Landkreis Waldshut gelebt hat.

Ein bewegtes Leben

Er war einer der Stillen im Land. Er war ein Meister seines Fachs. Und er führte ein Leben, das äußerlich bewegt, doch, was seinen Beruf anging, hoch konzentriert war. Fritz Nehmert zog oft um. Zur Welt kam er 1903 im ostpreußischen Schönlinde. Er wuchs im Elsass auf. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte Nehmert Kunst, zunächst von 1919 bis 1922 in Straßburg. Anschließend wechselte er zur Fortsetzung des Studiums nach Darmstadt und Bochum. 1926 zog er nach Neunkirchen/Saar um. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Nehmert, zusammen mit seiner Frau, in Höchenschwand (1951 – 1955), dann erneut an mehreren Orten im Saarland und schließlich von 1974 bis zu seinem Tod in Dogern. Fritz Nehmert starb 1990 in Waldshut.

Dr. Jürgen Glocker

Sein Oeuvre ist umfangreich und umfasst zahlreiche Maltechniken, Grafik, Plastik, Sgraffitti, Mosaiken und Wandbilder. Nehmert war unter anderem Mitglied im Bund Bildender Künstler Südbaden und hat seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert, darunter allein vier Mal, zwischen 1952 und 1988, im Hans-Thoma-Kunstmuseum in Bernau. Zahlreiche seiner Werke befinden sich in öffentlichem Besitz.

Fritz Nehmert war alles Andere als laut, weder als Künstler noch als Mensch, aber er wusste um sein Können. Der geborene Porträtist, der er war, widmete sich auch gerne der Landschaftsmalerei, ob es um Industrielandschaften ging wie bei den Eisen- und Stahlwerken des Saarlandes, um Stadtlandschaften oder um Hochrhein und Südschwarzwald. Zusätzliche Anregungen erhielt er während mehrerer Studienreisen, so etwa auf Korsika oder in Andalusien.

Sein nichtdatiertes Ölbild Laufenburg (85 x 64,5 cm) abstrahiert stark von der Wirklichkeit. Es ist eine helle, von Licht erfüllte Farbsinfonie, die von einem expressiv-gelben Himmel beherrscht wird. Ohnehin dominieren Gelb- und Orangetöne, die von grünblauen Farbakkorden begleitet werden. Das Bild zeigt ein menschenleeres Städtchen, als ob der Künstler den Corona-Shutdown unserer Tage vorausgesehen hätte. Es ist gelassen und still – wie der Maler selbst war.
Hans Thoma, Blick auf Säckingen, 1912 (C) Hans Thoma Museum
Hans Thomas Blick auf Säckingen

Vor vier Jahren machte Manfred Gerteis die Säckingen-Ansicht der Gemeinde Bernau dankenswerterweise zum Geschenk: In einer Feierstunde, die im Juli 2016 stattfand, wurde das wertvolle Werk offiziell übergeben. Zuvor war das Bild nirgends in der Thoma-Literatur aufgetaucht. Das Verdienst, das Gemälde identifiziert zu haben, gebührt dem u. a. auf Thoma spezialisierten Kunsthändler Gottfried Pütz. Er recherchierte akribisch und entdeckte es in einem Berliner Auktionskatalog aus dem Jahr 1933, in dem es abgebildet war. Vor der Übergabe an das Bernauer Museum wurde das Säckingen-Bild von Peter Waldeis, dem früheren Chefrestaurator am Frankfurter Städel, aufwendig restauriert, so dass es seitdem wieder in voller Pracht erstrahlt.

Der Hochrhein als Motiv

Hans Thoma hat sich der Hochrheinlandschaft häufig gewidmet. Besonders bekannt sind die Gemälde, die die vier Waldstädte Waldshut, Laufenburg, Säckingen und Rheinfelden zeigen, die der Künstler 1870 im Auftrag des Säckinger Fabrikanten Otto Bally anfertigte. Aber wir kennen auch andere Ansichten Säckingens von Thomas Hand, jenem Städtchen, in dem Cella Bertenender und der Künstler im Jahr 1877 heirateten und in dem seine Mutter und seine Schwester von 1867 bis zum Umzug nach Frankfurt im Jahr 1877 lebten. Dass das Säckingen-Gemälde bei einem Abstecher anlässlich der Übergabe der beiden Altarbilder an die Bernauer Kirche am Johannistag des Jahre 1912, wie man vielleicht meinen könnte, entstand, erscheint eher unwahrscheinlich. Denn Thoma fühlte sich, nach eigenem Bekunden, in dieser Zeit längst altersschwach. So schreibt er etwa am 8. Juli 1912 mit Rückblick auf seinen Aufenthalt in der Heimat an seinen Freund Henry Thode: „So ein Fest, wie das in Bernau, ist für einen 73jährigen Greis eine schwere Sache … Das Alter ist eine Krankheit … Ich habe mich gefreut, als die Einladung zu den Generalproben aus Bayreuth kam …, aber gar bald kam die Einsicht, dass ich auch hier entsagen muß. Das Gehen wird mir beschwerlich…“ Im Hinblick auf seine Rückreise von Bernau nach Karlsruhe teilt Thoma Henry Thode lediglich mit, dass er in Freiburg mit dem Stadtpfarrer und Heimatschriftsteller Heinrich Hansjakob zu Mittag gegessen habe. Vermutlich hat Thoma für das Gemälde von 1912 auf eine Zeichnung aus dem Jahr 1870 zurückgegriffen, die im Zusammenhang mit dem Bally-Auftrag entstand. Auch diese verhältnismäßig frühe Zeichnung konnte Gottfried Pütz ausfindig machen. Dass Thoma im Sommer 1912 keine Malerei vor dem Motiv praktizierte, geht mittelbar auch aus seinem Schreiben an Thode vom 8. Juli 1912 hervor: „Nun male ich wieder allerlei Landschaften, und die Kunsthändler warten vor der Tür.“

Die Glanzlichter des Heimwehs

Das Bernauer Säckingen-Gemälde ist anders als das Bally-Auftragswerk von 1870. Mehr als vierzig Jahre liegen zwischen den beiden Ansichten, und das Bild von 1912 vermittelt ganz den Eindruck, als sei es aus zeitlicher und räumlicher Distanz mit dem Herzblut des Heimwehs gemalt. Die Stadt mit dem dominierenden Münster und den Bergen des Hotzenwalds im Hintergrund erscheint ein wenig in die Ferne gerückt. Sie leuchtet im milden Abendlicht, und die Blüten im Vordergrund stecken der harmonischen Komposition Glanzlichter auf. Und keine Staffagefigur lenkt von der Hauptsache ab. Es ist ein Bild zum Träumen für alle, die die Malerei Hans Thomas lieben oder sich in irgendeiner Weise mit der Hochrheinlandschaft verbunden wissen. Das Geschenk von Manfred Gerteis ist ein in jeder Hinsicht bedeutendes Werk. Davon kann man sich im Bernauer Museum überzeugen, sobald dort die Ausstellung „Wir sind die Neuen!“ zu sehen sein wird. Wir halten die Kunstfreundinnen und Kunstfreunde auf dem laufenden.
Dr. Jürgen Glocker
Demtsiu, Mondscheingeiger (C) Katrin Gerz
Die Exoten: Der Ukrainer Mykhailo Demtsiu und Daniel Tomasini aus Uruguay.

In der Ukraine ist Demtsiu ein Star, in Europa gut bekannt, und in Deutschland ist er in gewisser Weise noch zu entdecken. Obwohl er für den Porzellan-Hersteller Rosenthal bereits zwei Serien mit Kaffeetassen gestaltet hat: „Hahn“ und „St. Petersburg“. Allein dies zeigt Demtsius internationalen Rang und Stellenwert. Wie Hans Thoma, der einer der beiden künstlerischen Initiatoren der Karlsruher Majolika Manufaktur war, widmet sich der ukrainische Künstler nebenbei der angewandten Kunst. Demtsiu stellt weltweit aus und hat eine Auswahl seiner Werke in der Vergangenheit bereits im Hans-Thoma-Museum präsentiert. Im Zusammenhang mit der Ausstellung „Zwei Maler – ein Tal: Mykhailo Demtsiu trifft Hans Thoma“ machte der Maler dem Museum seinen „Mondscheingeiger“ aus dem Jahr 2006 zum Geschenk.

Dass sich Demtsiu bei diesem Bild von Thomas gleichnamigen Werk aus dem Jahr 1890 inspirieren ließ, liegt offen zutage. Doch ebenso offensichtlich sind die gravierenden Unterschiede. Während sich Thoma bei seinem spätromantisch anmutenden Werk wahrscheinlich von der Frage, wie man die Nacht darstellen könne, leiten ließ, geht es dem Künstler aus der Ukraine augenscheinlich um etwas ganz Anderes, denn er arbeitet mit deutlich akzentuierten postexpressionistischen Kontrasten, mit starken, fröhlichen Farben. Bei Hans Thoma wird uns die Szenerie realistisch vor Augen gestellt: Der Geiger, in Hose, Hemd und Weste, sitzt links im Bildvordergrund, im Hintergrund sehen wir einen Zaun, den Mond am Horizont und rechts ein angeschnittenes Schwarzwaldhaus und rot blühende Büsche. Hans Thomas großformatiges Werk (74 x 101 cm), das als Dauerleihgabe des Landes Baden-Württemberg im Bernauer Museum hängt, ist eine späte Hymne an die Nacht – im Sinne der deutschen Romantik.

Die Sprache von heute

Mykhailo Demtsiu hingegen hat anderes im Sinn. Auch sein Geiger trägt zwar erkennbar Hose, Hemd und Weste, doch die Szenerie ist in eine Reihe von Zeichen aufgelöst und überführt worden, die man allenfalls dann zu lesen vermag, wenn man das Ausgangsbild kennt. Das Schwarzwald-Ambiente ist verschwunden, die konkreten Bildgegenstände sind weitestgehend zu freien, rhythmischen Strukturen geworden. Der Mond und sein verzauberndes nächtliches Licht erscheinen nun als eine pastos aufgetragene große, gelbe Schliere, die Blüten als rote Kontrastfläche. Thomas Motive sind in Bewegung versetzt, dynamisiert, ja, sie tanzen zur Musik des Mondscheingeigers. Mit einem Wort: Demtsiu hat Thoma auf kongeniale Weise ins 21. Jahrhundert geholt, er hat den „Mondscheingeiger“ in unsere, in seine moderne Bildsprache übersetzt. Aus einer verinnerlichten Feier der Nacht ist unter Demtsius Hand eine Hymne an das Leben geworden: ein fröhliches, tänzerisches Fest der Farben und Formen.

Der Künstler kennt das Leben auf dem Land und im Gebirge. Er verbrachte seine Kindheit am Fuß der Karpaten. Seit dem Abschluss des Studiums an der Iwan-Trusch-Akademie für angewandte Kunst in Lwiw (Lemberg) zu Beginn der 80er Jahre ist er als freiberuflicher Künstler tätig. Seine wichtigsten Arbeitsfelder sind die Aquarell- und die Ölmalerei. Demtsius frühe Werke widmeten sich vor allem Stadtlandschaften und dem Leben in den Karpaten. Inzwischen hat er sich auch anderen Themen zugewandt. Doch um Kraft zu schöpfen, kehrt Demtsiu immer wieder in die Karpaten zurück.

Die Ausstellung „Wir sind die Neuen!“ ist im Bernauer Hans-Thoma-Kunstmuseum ab dem 30. Mai unter den besonderen (Corona-bedingten) Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu den regulären Zeiten zu sehen.
Dr. Jürgen Glocker
Baumstück 2014 (c) H. Weitbrecht
NaturEnergie-Förderpreis 2020 geht an Hannelore Weitbrecht
ZEIT DER NATUR
9.8.2020 - 4.10.2020

Der Preis, der am Hans-Thoma-Tag 2020 verliehen wird, geht an die in Waldshut geborene Künstlerin Hannelore Weitbrecht. Verbunden mit dem NaturEnergie-Förderpreis ist eine Ausstellung im Kunstmuseum.

Seit dem Abschluss ihres Studiums ist Hannelore Weitbrecht als freie Künstlerin tätig, und seit 1993 erarbeitet sie Papierobjekte und Rauminstallationen. Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. So hatte sie 2015 ein achtmonatiges Atelierstipendium in der Stiftung Bartels Fondation (Basel) inne. Werke von Hannelore Weitbrecht befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland, China, Italien und der Schweiz. Ihre Arbeiten hat die Künstlerin bereits in ungezählten Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, so etwa im Jahr 2006 im Hans-Thoma-Kunstmuseum, aber auch in Krems (Österreich), im Württembergischen Kunstverein Stuttgart und in der Kunsthalle Kammgarn Schaffhausen. Hannelore Weitbrecht lebt und arbeitet in Kirchheim unter Teck.
 
Thomas Putze (C) Thomas Putze
Verschoben auf 1.5.2021 - 26.7.2021

Thomas Putze
„Flattermann“
Skulptur, Zeichnung und Performance

Thomas Putze breitet mit seinem vielseitigen, bildhauerischen und zeichnerischen Oeuvre die künstlerischen Schwingen aus, indem er dieses mit orts- und raumbezogenen Performances erweitert, hinterfragt und neu denkt. Der für seine ungewöhnlichen, Kraft- und Nerven aufreibenden Performances bekannte Künstler, entführt den Betrachter mit seinen Skulpturen und Zeichnungen in eine animalische Welt, die allzu menschlich ist. Selbsterkenntnis und Reflexion durchaus erwünscht und möglich. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Werner Pokorny und Micha Ullman. In seine Holzskulpturen vereint mit Schrott und Fundstücken, erzielt er eine spontane, gestische und narrative Qualität von tief – manchmal auch abgründigem Humor.
Verschoben auf Herbst 2021
Jedes Bild hät sini Gschicht
Kleine Kreisgalerie auf Zeit
Gemäde aus einer Privatsammlung