Raumlabyrinth, Günter Wagner
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Momentan können Sie die Dauerausstellung Hans Thoma und Karl Hauptmann besichtigen.
Im Dachgeschoss gibt es die Ausstellung der Hans-Thoma-Preisträger und die NaturEnergie-Förderpreisträger sind in der Rathausgalerie zu finden.
 
Günter Wagners Arbeiten sprechen sowohl das ästhetische Empfinden als auch den Intellekt an, fordern den Betrachter zur Kontemplation und Reflexion heraus. Als erstes sticht der Reiz des sorgfältig bearbeiteten Materials ins Auge: patiniertes Gusseisen, sandgestrahltes Glas, ferrisierte Keramik, plastische Steinreliefs, lebendig gemusterter, rauer Granit und glatte Spiegelflächen. Das Wechselspiel der Materialien mit ihren gegensätzlichen Wirkweisen – warm und kalt, kompakt und durchscheinend, leicht und schwer, naturhaft belassen und exakt geformt – und das Arbeiten in Gegensätzen sind von jeher ein Charakteristikum im Schaffen des Künstlers. Günter Wagner ist aber auch ein intellektueller Künstler, für den der Mensch zwar nicht in figürlicher Darstellung aber als unmittelbarer Bezugspunkt seines Schaffens präsent ist. Das Thema „Labyrinthe“, mit dem er sich seit einigen Jahren immer wieder auseinandersetzt, ist hierfür ein gutes Beispiel. Es kreist um ein Urbild des Menschen, das Ausdruck seiner geistigen Orientierung in der Welt aber auch seines unbedarften Spieltriebs ist, seiner Lust am Verwirren aber auch der Angst vor dem Irren. Ein Symbol der Sinnsuche menschlicher Existenz allgemein und des unüberschaubaren individuellen Lebenswegs im Speziellen.
Martina Wehlte