Kurt Bildstein, Selbstbildnis
X






x
Momentan sehen Sie die Hans-Thoma-Preisträger im Obergeschoss, die NaturEnergie-Förderpreisträger sind im Vortragsraum der Tourist-Info.
Ansonsten sehen Sie die Dauerausstellung von Hans Thoma und Karl Hauptmann.
Im Dachgeschosss ist ab dem 22.Oktober die Retrospektive von Kurt Bildstein - Lebenslinien zu sehen.
 
bernau, 2009
Kurt Bildstein war 23 Jahre alt, als er am Ende seines zweiten Semesters an der Kunstakademie Freiburg, zusammen mit dem Maler Josef Hauser (1908 – 1986), mit dem Hans-Thoma-Preis ausgezeichnet wurde. Mit dieser Preisverleihung sollte dem „außerordentlich begabten Künstler die Möglichkeit gegeben werden, sein Studium zu beenden“ (so der damalige badische Ministerpräsident Leo Wohlleb in seiner Laudatio am dritten Hans-Thoma-Tag 1951). Diese Hoffnung konnte nicht erfüllt werden. In der wirtschaftlich schwierigen Nachkriegszeit brach Kurt Bildstein nach weiteren ein bis zwei Semestern sein Studium ab. Er gründete eine Familie und baute in Ettenheim, seiner Heimatstadt, einen sehr erfolgreichen Betrieb auf, in dem er sich auf Dekorationsmalerei, Lasurtechnik, Stuck, Vergoldung und Restaurierung spezialisierte. Doch sobald sein Sohn 1986 bereit war, den Betrieb zu übernehmen, kehrte Kurt Bildstein zur Malerei zurück. Auch heute noch arbeitet er nahezu täglich in seinem Atelier. Im kommenden Jahr wird Kurt Bildstein 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass widmet das Hans-Thoma-Museum ihm, einem der ersten und insgesamt jüngsten Hans-Thoma-Preisträger, eine Retrospektive. Gezeigt werden frühe Studienarbeiten, aber auch Einblicke in das breite Spektrum seiner späteren künstlerischen Arbeit. In seiner Malerei ging Kurt Bildstein immer von der Landschaft und dem Stillleben aus und entwickelte sich von dort aus ins Figürliche und Abstrakte. Schwerpunkte seines Werkes sind deshalb Landschaften (darunter auch Bernauer Ansichten) und Stillleben, in Aquarell, Acryl oder Öl vor den Motiven gemalt, aber auch Arbeiten, in denen er mit ungewohnten Techniken, Strukturen und Materialien experimentierte, z.B. mit Sand, Kaffeeresten, Rost, Lack, Stuck und Steinen. Zwei weitere Schwerpunkte dieser Ausstellung sind aquarellierte Selbstportraits, die als „Fingerübung“ und Selbstvergewisserung über die Jahrzehnte hinweg entstanden sind, sowie farbstarke abstrakte Gemälde in Acryl und Öl.

Julia Dold M.A.
 
Hans Thoma - Wanderer zwischen den Zeiten
vom 22. September bis 4. März 2018
im Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden

Zu dieser Ausstellung steuert das Hans-Thoma-Kunstmuseum 30 Exponate bei.
Wer hat Lust ??? Dann fahren Sie doch einmal hin und schauen sich die "Bernauer"
dort in der Ausstellung an.