Aufbau von TRIALOG mit Margret Köpfer, Christel A. Steier und Werke von Kolibri (c) Hans-Thoma-Museum
X








x
GESCHLOSSEN
Momentan können Sie die Dauerausstellung Hans Thoma und Karl Hauptmann besichtigen.
Die Hans-Thoma-Preisträger sind im Dachgeschoss mit neuer Beleuchtung - gefördert vom Land Baden-Württemberg zu bewundern.
Die NaturEnergie-Förderpreisträger sind in der Rathausgalerie zu finden.
 
 
(C) W. Morat
TRIALOG
Werke von Christel A. Steier, Kolibri und Wilhelm Morat

Noch befindet sich das Bernauer Hans-Thoma-Kunstmuseum wie die meisten europäischen Ausstellungshäuser im Lockdown. Gleichwohl geht die Arbeit weiter, und Museumsleiterin Margret Köpfer plant bereits mit ihrem Team und drei Kunstschaffenden die nächste Kunstpräsentation, die starten soll, sobald dies unter den Bedingungen der Pandemie möglich ist. Wie Frau Köpfer mitgeteilt hat, wird die erste Sonderschau nach der Wiedereröffnung des Museums einer Künstlerin und zwei Künstlern aus der Region gelten. Alle Drei sind Träger des im Bernau vergebenen NaturEnergie-Preises: Christel A. Steier, Kolibri und Wilhelm Morat.

Wilhelm Morat hat bereits im Vorfeld der neuen Ausstellung die Richtung vorgegeben. Zusammen mit seinen beiden Kollegen setzt er auf interdisziplinären Perspektivwechsel und Symbiose und darauf, dass das Kunstwerk stets ein Ausgangspunkt für die Interaktion mit der Welt sein sollte. Und so kommt es in Bernau ganz konkret zu einem Trialog, zu einem künstlerischen Gespräch zwischen den drei Beteiligten und zu einem Dialog mit dem Publikum.

Drei künstlerische Positionen

Die aus Genkingen stammende Bernauer Künstlerin Christel Andrea Steier vorzustellen, erscheint beinahe überflüssig. Die vielseitige Malerin und Bildhauerin ist international aktiv. Sie arbeitet derzeit an Konzepten verschiedener Projekte und wurde für ihr Werk bereits mehrfach ausgezeichnet. Seit 2017 hat sie die Künstlerische Leitung des Bildhauersymposiums St. Blasien inne. Christel Steiers Schaffen ist äußerst vielfältig und befindet sich in einer dynamischen Entwicklung. Der Zeichner, Grafiker, Illustrator und Karikaturist Kolibri wurde 1951 in Altenburg geboren. Nach einem Arbeitsaufenthalt in einem israelischen Kibbuz studierte er Grafik in München und Stuttgart. Lange Jahre war er als Zeichner und Karikaturist für große, deutschlandweit erscheinende Zeitungen und Magazine tätig. Inzwischen arbeitet er in seinem Altenburger Atelier. Hier vollzog sich der Übergang zu großen farbigen Zeichnungen in verschiedenen Techniken, auch in Öl/Tusche und Acryl/Tusche. Kolibri wurde vielfach ausgezeichnet, 2014 etwa mit dem Preis der Bräunlich-Bieser-Stiftung. Der 1954 in Neustadt geborene Papierkünstler Wilhelm Morat arbeitet in seinem Atelier mit Papiermühle in Titisee-Neustadt. An der Pädagogischen Hochschule Freiburg hat er Kunst und Deutsch studiert und ist seit 1981 hauptberuflich freischaffender Künstler. Morat stellt international aus. Viele seiner Arbeiten aus handgeschöpftem Flachs- und Hanfpapier befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Wilhelm Morat wurde wiederholt mit Preisen geehrt. Seine Objekte entfalten nicht nur Schönheit, sondern entstehen im Dialog mit Philosophie, Literatur und Kunst.

Sobald die Situation es erlaubt, werden das Hans-Thoma-Kunstmuseum und die Sonderausstellung „Trialog“ für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Informationen dazu gibt es rechtzeitig über die Medien und die Website des Museums: www.hans-thoma-museum.de
Jürgen Glocker